Barcodes im Verlagswesen: ISBN, ISSN & mehr
Wie die Buch- und Zeitschriftenbranche Barcodes zur Identifikation nutzt.
Überblick
Die Verlagsbranche verwendet spezialisierte Barcode-Systeme zur Identifikation von Büchern (ISBN), Zeitschriften und Fachzeitschriften (ISSN) sowie Noten (ISMN). Diese Systeme sind in den EAN-Barcode-Standard integriert und ermöglichen es Verlagen, die globale Scan-Infrastruktur des Einzelhandels zu nutzen und gleichzeitig branchenspezifische Identifikation beizubehalten.
ISBN für Bücher
Jedes veröffentlichte Buch benötigt eine eindeutige ISBN (International Standard Book Number). Seit 2007 verwendet ISBN 13 Stellen mit dem „Bookland"-Präfix 978 oder 979, was es mit EAN-13-Barcodes kompatibel macht. Jedes Format – Hardcover, Taschenbuch, E-Book, Hörbuch – benötigt eine eigene ISBN. Verlage erhalten ISBNs von ihrer nationalen ISBN-Agentur.
Der 5-stellige Preiszusatz
Buch-Barcodes enthalten typischerweise zwei Barcodes nebeneinander: den ISBN-13-Barcode und einen 5-stelligen EAN-5-Zusatz, der den Preis kodiert. Die erste Stelle gibt die Währung an (5 = US-Dollar, 6 = Kanadischer Dollar), gefolgt vom Preis in Cent. Zum Beispiel bedeutet „52495" 24,95 $. „90000" bedeutet kein empfohlener Preis.
ISSN für Periodika
Zeitschriften, Fachzeitschriften und Zeitungen verwenden die ISSN (International Standard Serial Number), kodiert mit dem EAN-Präfix 977. Der Barcode enthält auch einen 2-stelligen EAN-2-Zusatz für die Heftnummerierung. ISSN-Barcodes helfen Vertrieben und Einzelhändlern bei der Abonnementverwaltung und Retouren.
Self-Publishing
Selbstveröffentlichende Autoren können ISBNs von ihrer nationalen Agentur beziehen (z.B. Bowker in den USA, Nielsen in Großbritannien). Einige Plattformen wie Amazon KDP vergeben eigene Kennungen (ASIN), aber eine ISBN wird für die breite Distribution weiterhin empfohlen. Dienste wie IngramSpark erfordern ISBNs für die Druckdistribution.