Barcodes im Gesundheitswesen & in der Pharmazie

Wie Barcodes die Patientensicherheit, Medikamentenverfolgung und regulatorische Compliance verbessern.

Überblick

Das Gesundheitswesen nutzt Barcodes zur Identifikation von Medikamenten, Medizinprodukten, Proben und Patienten. Das Scannen von Barcodes am Krankenbett reduziert Medikationsfehler um bis zu 85 %. Regulatorische Vorgaben wie die UDI (Unique Device Identification) der FDA und die EU-Fälschungsrichtlinie für Arzneimittel erfordern Barcodes für Sicherheit und Rückverfolgbarkeit.

Medikamenten-Barcoding

Pharmazeutische Produkte verwenden GS1 DataMatrix 2D-Barcodes, die GTIN, Chargennummer, Verfallsdatum und Seriennummer kodieren. Das Scannen am Krankenbett überprüft die „fünf R": richtiger Patient, richtiges Medikament, richtige Dosis, richtiger Verabreichungsweg, richtige Zeit. Die WHO schätzt, dass die Barcode-Überprüfung jährlich Millionen von Medikationsfehlern verhindert.

Unique Device Identification (UDI)

Die FDA verlangt, dass alle Medizinprodukte eine UDI tragen – einen eindeutigen numerischen oder alphanumerischen Code mit einem Device Identifier (DI) und einem Production Identifier (PI). UDIs verwenden GS1-Standards (GTIN + Serien-/Chargeninformationen), kodiert als Barcodes auf Geräte-Etiketten. Dies ermöglicht Rückrufe, Meldung unerwünschter Ereignisse und Lieferkettenverfolgung.

Probenverfolgung

Labore verwenden Barcodes auf Blutröhrchen, Gewebeproben und Testaufträgen. Das Barcode-Scannen stellt sicher, dass der richtige Test an der richtigen Probe für den richtigen Patienten durchgeführt wird. Standards wie CLSI AUTO12-A2 leiten die Barcode-Implementierung in klinischen Laboren.

Gängige Barcodetypen

GS1 DataMatrix (vorgeschrieben für pharmazeutische Serialisierung), Code 128/GS1-128 (Versand und Logistik), Code 39 (Labor und ältere Systeme), QR Codes (Patienteninformationen und Anleitungen). Lineare Barcodes werden durch 2D-Barcodes ersetzt, die mehr Daten auf weniger Raum kodieren können.